Zum Welt-Sepsis-Tag am kommenden Sonntag, 13. September 2026, ruft HLfGP Präsidentin Bresler zu einer stärkeren Sensibilisierung für die Erkrankung auf Darmstadt. „Sepsis ist immer ein medizinischer Notfall. Das Wissen über die Erkrankung kann Leben retten“, sagte Regine Bresler, Präsidentin des Hessischen Landesamtes für Gesundheit und Pflege, heute anlässlich des
diesjährigen Welt-Sepsis-Tags am kommenden Sonntag, 13. September 2026.
„In Deutschland erkranken jährlich mehr als 230.000 Menschen an einer Sepsis, davon sterben ca. 85.000 Menschen an oder mit einer Sepsis. Deswegen ist es so wichtig, über die Krankheit zu informieren.“
Eine Sepsis, umgangssprachlich auch „Blutvergiftung“ genannt, gehört zu den schwerwiegendsten medizinischen Notfällen. Sie entsteht, wenn die Reaktion des Körpers auf eine Infektion durch Erkrankungen, Verletzungen oder durch z.B. Tätowierungen außer Kontrolle gerät und dadurch eigene Organe und Gewebe geschädigt werden. Ohne eine rasche Erkennung und Behandlung
kann eine Sepsis zu Organversagen, septischem Schock und zum Tod führen.
Deswegen ist es so wichtig, über die Krankheit zu informieren. Neue Entwicklungen aus den Jahren 2025 und 2026 unterstreichen, dass die Versorgung von Menschen mit Sepsis zunehmend individueller, früher und stärker datenbasiert erfolgen soll. Die im Jahr 2025 aktualisierte deutsche S3-Leitlinie „Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge“ legt dabei besonderen Wert auf Prävention, Früherkennung und eine strukturierte Nachsorge nach dem Krankenhausaufenthalt. Auch international wurden die Empfehlungen zur Behandlung von Sepsis und septischem Schock im März 2026 aktualisiert. Ziel ist es, die klinische Diagnostik weiter zu verbessern und die Behandlung stärker an die individuelle Situation der Patientinnen und Patienten anzupassen.
„Eine der größten Herausforderungen ist jedoch weiterhin die rechtzeitige Erkennung einer Sepsis“, betonte Bresler. Die Symptome können anfangs unspezifisch sein und sich innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtern.
Warnzeichen sind unter anderem eine ungewöhnlich schnelle Atmung, Verwirrtheit, starke Schwäche, Fieber oder eine niedrige Körpertemperatur, kalte oder schweißige Haut, niedriger Blutdruck oder eine deutlich verringerte Urinmenge.
„Auch die Prävention gewinnt an Bedeutung. Infektionen frühzeitig zu erkennen und angemessen zu behandeln, Impfangebote wahrzunehmen, Hygienemaßnahmen einzuhalten und Infektionen im Gesundheitswesen konsequent zu verhindern sind wichtige Bausteine, um das Risiko einer Sepsis zu reduzieren“, erklärte die HLfGP-Präsidentin und ÖGD-Ärztin Bresler.
Informationen und nützliche Materialien rund um das Thema Sepsis sind auf den Seiten der bundesweiten Kampagne „Deutschland erkennt Sepsis“ und des Robert Koch-Instituts zu finden. Zur individuellen Beratung und Information stehen die örtlichen Gesundheitsämter zur Verfügung.
Mehr Informationen:
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https://hlfgp.hessen.de/oeffentlicher-gesundheitsdienst/sepsis
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https://www.deutschland-erkennt-sepsis.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster
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https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/InfektionskrankhÖffnet sich in einem neuen Fenster
eiten-A-Z/S/Sepsis/Sepsis-node.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster
• S3-Leitlinie Sepsis:
https://link.springer.com/article/10.1007/s00063-Öffnet sich in einem neuen Fenster
025-01317-1#Sec74Öffnet sich in einem neuen Fenster
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https://impfen.hessen.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster
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