Herz mit Stethoskop und EEG-Kurve

Gesundheitsschutz

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Mit dem Ziel übertragbare Krankheiten bei Menschen zu verhüten und zu bekämpfen und gesundheitliche Gefahren von der Bevölkerung abzuwehren bearbeitet das HLfGP, Abteilung II Gesundheits- und Infektionsschutz, folgende Aufgaben in fünf Fachbereichen:

  1. Die Abteilung II berät die Behörden des öffentlichen Gesundheitsdienstes, insbesondere in Fragen des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes und in Fragen der Hygiene. In besonderen Situationen unterstützt das HLfGP die Gesundheitsämter vor Ort, z.B. bei Begehungen

  2. Die Abteilung II führt Laboruntersuchungen durch zur Erkennung von Infektionskrankheiten und im Rahmen der Überwachung von Trinkwasser, Badebeckenwasser und Badegewässern

  3. Die Abteilung II wertet wissenschaftliche Erkenntnisse aus, erarbeitet Handlungsempfehlungen für die Praxis der Gesundheitsämter und entwickelt Methoden und Verfahren der Qualitätssicherung für den öffentlichen Gesundheitsdienst

  4. Die Abteilung II führt Ausbruchsuntersuchungen und epidemiologische Untersuchungen durch.

Themen

Die Epidemiologie beschäftigt sich mit dem Auftreten und der Verteilung von Krankheiten und Risikofaktoren in der Bevölkerung und sucht Wege, mit diesem Wissen Gesundheit zu fördern und Krankheiten durch Prävention zu verhindern. Sie ist eine Grundlagenwissenschaft für das Öffentliche Gesundheitswesen. Die angewandte Epidemiologie zeichnet sich dadurch aus, dass epidemiologische Methoden sehr unmittelbar für konkrete Public Health-Fragestellungen eingesetzt werden.

Zu den primären Aufgaben der angewandten Infektionsepidemiologie gehören die Surveillance von Infektionskrankheiten, kurzfristige Ausbruchsuntersuchungen und die Evaluation von Präventions- und Kontrollmaßnahmen. Dabei ist unerheblich ob es sich um Veränderungen im Auftreten von Erkrankungen aufgrund bioterroristischer Anschläge, Klimawandel oder veränderter Lebensumstände und Produktionsprozesse etc. handelt.

Die Abteilung II, Gesundheits- und Infektiossschutz, des Hessischen Landesamtes für Gesundheit und Pflege

  • berät den öffentlichen Gesundheitsdienst in Fragen des Infektionsschutzes und beantwortet Anfragen aus Politik und Medien
  • beurteilt wissenschaftliche Studien zu Infektionsrisiken und übersetzt sie in Handlungsempfehlungen zum Infektionsschutz.
  • unterstützt den Öffentlichen Gesundheitsdienst bei Ausbrüchen von Infektionskrankheiten und führt Untersuchungen zu beobachteten und vermuteten Krankheitshäufungen durch
  • führt Studien zur Identifikation von Risiko-Faktoren für Infektionserkrankungen und zur Evaluation von Präventions- und Kontrollmaßnahmen durch
  • wertet vorhandene oder speziell erhobene Daten zum Auftreten von Infektionskrankheiten aus, erstellt Berichte und Veröffentlichungen
  • koordiniert landesweit die Netzwerke zur Bekämpfung Multiresistenter Erreger (MRE)

Die Abteilung II, Dezernat II 4 ist Ausbildungsstätte für die Postgraduiertenausbildung des Robert Koch-Institut (PAEÖffnet sich in einem neuen Fenster) und des European Program for Applied Infectious Disease Epidemiology (EPIET) Öffnet sich in einem neuen Fenster

 

Erarbeitung von Stellungnahmen, Fachbeiträgen und Gutachten zu umwelthygienischen und toxikologischen Fragen aus dem Bereich des HÖGD.

Elektronische Erfassung, Bearbeitung und Weiterleitung der von den hessischen Gesundheitsämtern erhobenen Trinkwasserqualitätsdaten mittels der hessischen Trinkwasserdatenbank. Abfragen und Auswertungen der Inhalte der Datenbank.

Bis heute stehen Infektionen, die im Zusammenhang mit Krankenhausaufenthalten, medizinisch-diagnostischen und therapeutischen Eingriffen in Praxis und Pflegeheimen auftreten, an der Spitze der Infektionskrankheiten und zählen zu den wichtigsten limitierenden Faktoren für den Erfolg der kurativen Medizin mit weitreichenden gesundheitsökomonischen Konsequenzen.

Aufgrund der Zunahme pflegebedürftiger und abwehrgeschwächter Personen, der Zunahme von Zahl und Invasivität ärztlicher Eingriffe, neuer Krankheitserreger, antibiotikaresistenter Mikroorganismen und neuer Behandlungsverfahren kommt der Entwicklung krankenhaushygienischer Präventionsstrategien und deren Einhaltung herausragende Bedeutung zu. Diese Maßnahmen sind Teil der Qualitätssicherung. Sie sollen effizient und praktikabel unter Berücksichtigung von Personaleinsatz, Materialien, Ökonomie, Ökologie und Ressourcenschutz sein.

Das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege berät und unterstützt den Öffentlichen Gesundheitsdienst mit seinem Fachbereich „medizinische Diagnostik“ in Fragen der humanmedizinischen Diagnostik. Sie umfasst ein breites Untersuchungsspektrum und beinhaltet eine zeitnahe sachgerechte und kompetente Bearbeitung der Proben und ihrer speziellen Fragestellungen.

Neben den Standartuntersuchungen (siehe: medizinisches Labor) werden im bakteriologischen und virologischen Bereich schwerpunktmäßig Untersuchungen von Ausbrüchen, Gruppenerkrankungen oder (Krankheits-)Herden durchgeführt, die zur Aufklärung von relevanten Infektionskrankheiten beitragen.

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